Technik & Verfahren

Spritzbegrünung / Hydrosaat / Hydroseeding

Spritzbegrünung, Hydrosaat, Hydroseeding, Nassansaat, Anspritzbegrünung — diese Begriffe beschreiben keine unterschiedlichen Verfahren. Sie sind verschiedene Bezeichnungen für dieselbe Ausbringtechnik. Entscheidend ist nicht das Verfahren — entscheidend ist die Formulierung.

Ausbringtechnik

Das Verfahren

Im Anspritzverfahren wird ein pumpfähiges Gemisch unter Druck auf die Zielfläche aufgetragen. Je nach Tankgröße, Pumpenleistung und Schlauch- oder Rohrsystem sind Reichweiten von wenigen Metern bis zu mehreren hundert Metern möglich. Die Technik ist flexibel — die Qualität des Ergebnisses hängt vollständig von der Zusammensetzung des applizierten Gemisches ab.

Formulierungsparameter

Was die Formulierung bestimmt

Die Materialzusammensetzung wird projektspezifisch bestimmt — Substrat, Neigung, Exposition, Klimazone, Zielbild und wasserrechtliche Anforderungen sind die maßgeblichen Parameter. Ein pauschales Standardgemisch gibt es nicht — wer eines anbietet, hat die Standortanforderungen nicht analysiert.

Mulchmaterial

C/N-Verhältnis als Schlüsselparameter

Das Mulchmaterial ist der am häufigsten unterschätzte Parameter im Anspritzverfahren. Kurzhäckselstroh wird noch immer häufig eingesetzt — es ist günstig, hat aber ein ungünstiges C/N-Verhältnis das Stickstoff im Boden immobilisiert und die Keimung hemmt. Auf anspruchsvollen Standorten versagt es regelmäßig.

SRBT setzt Holzfasermulche und projektspezifisch zusammengesetzte Trägermedien ein deren C/N-Verhältnis auf das jeweilige Substrat und Saatgutspektrum abgestimmt ist.

Thermocontrol

Thermisches Management im Keimhorizont

SRBT setzt eigenentwickelte Thermocontrol-Zuschlagstoffe auf Basis von Pflanzenkohle und Huminsäure ein. Im Winter: Albedo-Reduktion, erhöhte Absorption von Sonnenstrahlung, Temperaturerhöhung im Keimhorizont um 2–4°C. Im Sommer: erhöhte Albedo, reduzierte Wärmeabsorption, Kühlung der Bodenoberfläche.

Pflanzenkohle und Huminsäure sind biologisch abbaubar und mikroplastikfrei. Pilzdruckreduktion als positiver Nebeneffekt.

Anwendungsfelder

Wo das Anspritzverfahren eingesetzt wird

Böschungsbegrünung & Erosionsschutz

Infrastrukturböschungen, Bahndämme, Stützkonstruktionen — faserverstärkte Formulierungen mit Biopolymerbindern.

Rekultivierung & Renaturierung

Tagebaufolgeflächen, Deponien, Industriebrachen — Pedogeneseverfahren und standortangepasste Saatgutmischungen.

Alpin & Extremstandorte

Hochlagen mit kurzen Vegetationsperioden — Thermocontrol-Formulierungen, Flugbegrünung auf unzugänglichen Flächen.

Golf & Sportanlagen

Neubau, Sanierung und Wiederherstellung — USGA- und FLL-normkonforme Materialien.

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